Ich will, dass sie geht.Einfach weg ist.Andererseits will ich, dass sie bleibt. Für immer.
Nur nicht das hier, dieses Warten, jeden tag daran erinnert werden.
Am liebsten würde ich jede Minute mit ihr verbringen, aber ich kann einfach nicht.
Ich kann jede Minute weg sein. Jede Minute mit meinen Freunden verbringen, vor allem mit F. Sie braucht mich und ich sie. Ihre Mutter. Ich habe nie einen Menschen erlebt der mir so wenig schuldet und doch so viel für mich tut und noch viel mehr tun würde. Aber ich kann einfach nicht.
Ich brauche die Schule, sie lenkt ab, doch gleichzeitig fühle ich mich dort schrecklich unwohl und ungeliebt. Noch nie war ich so harmoniebedürftig wie jetzt und gleichzeitig will ich mich endlich einmal mit Adi streiten und nicht immer auf einen Konsens kommen. Das will ich mit meiner Zuckerwattefamilie und zwar zu allem und jedem.
Ich will nur noch dort sein, die Welt verbessern, perfektionieren und in Träumen leben. Träumen, die ich nachts nicht habe
Ich will endlich mal wieder morgend ohne verspannten Rücken aufwachen, ohne Schmerzen, aber ebendiese erinnern mich daran, dass ich noch da bin. So wie sie.
Und schon wieder beginnt das Gedankenkarussell sich zu drehen.
Und wenn ich alles sein lasse gesellen sich die Tränen wieder zu mir und ich fühle mich einsam und leer und wäre am liebsten voller Liebe. Verliebt, nur um zu wissen, wie es sich anfühlt, dass ich lieben kann und nicht nur oberflächlich emotional bin.
Doch ich kann nichts machen, zumindest jetzt nicht, noch nicht.
Und das Karussell dreht sich weiter und ich kann nicht absteigen während es sich immer schneller dreht und mich immer fester an sich bindet. Bis alles auseinander fällt und ich mit ihm.
Was danach kommt weiß ich nicht, will ich nicht.
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