Seit ein paar Wochen hat der Sommer hier Einzug gehalten. Der Garten hat sich in ein Farbenmeer verwandelt, tagtäglich finde ich neue, mir bis dato fremde Insekten, die Frösche geben jeden Abend ein Konzert und ich bin sowas wie braun. Meine Haut duftet nach Sonnenschweiß und meine Sommersprossen ploppen nur so auf. Zu Hause trage ich schon lange keine Schuhe mehr, morgens werde ich von dem mich kitzelnden Sonnenstrahlen, die schon morgens im Bett meine haut küssen, geweckt und fast jeden abend weht von irgendwo her der Geruch von einer Grillfeier gepaart mit fröhlichem, alkoholschwangerem Lachen. Auf dem Weg zur Bushaltestelle zaubern Kreidekunstwerke mir immer wieder ein lächeln auf die Lippen und die Temperaturen verführen mich immer wieder dazu eine sehr kurze Hose oder gar ein Kleid zu tragen. Immer dann, wenn es unerträglich drückend wird reißt der Himmel plötzlich auf und ein von Donnern und Blitzen begleiteter Regenguss nährt die Pflanzen, ehe sie vertrocknen können.
Ja, jetzt gerade mag ich den Sommer. Schon morgen kann ich sein, dass ich über die Hitze jammere oder über meinen ersten, richtigen Sonnenbrand dieses Jahr oder über die Mückenstiche. Aber jetzt, genau jetzt finde ich das alles großartig.
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